Rezeptive Musiktherapie

Der Klient lässt die Musik - live gespielt oder ab Tonträger - auf sich wirken. Früher sprach man von  "passiver Musiktherapie". Später wurde der Begriff "rezeptiv" (recipere, lat. = aufnehmen) eingeführt, um zu verdeutlichen, dass man nicht nur passiv daliegt, sondern dass dabei das aktive Hören von Musik und das Erleben und Aufnehmen von Schwingungen im Zentrum steht.

 

Rezeptive Musiktherapie wird vorallem zur Lösung von Spannungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene eingesetzt. Je nach Technik kann sie aber auch aktivierend wirken. Die Selbstbeobachtung sowie die Selbst-wahrnehmung werden bei der rezeptiven Musiktherapie verbessert.

 

Dem therapeutischen Ziel angepasst werden unterschiedliche Interventions-techniken eingesetzt:

 

Musik ab Tonträger
Erkunden von musikalischen Vorlieben oder Musikstücken, welche in der eigenen Biografie eine wichtige Rolle gespielt hatten. Erinnerungen können dadurch geweckt werden. Durch Anhören und Besprechen solcher Musikstücke kann z.Bsp. eine Trauerbewältigung erleichtert oder Spannungen abgebaut werden.

 

Klangreisen
Der Therapeut spielt der Situation angepasste improvisatorische Musik auf ausgewählten Instrumenten und führt den Klienten z.Bsp. auf eine imaginative Phantasiereise oder leitet eine Visualisierung an - zur Entspannung oder Erkundung eines Themas.

 

Klangmassagen
Der Therapeut spielt Klanginstrumente (Monochord, Klangschalen, Harfe, Stimmgabeln. etc.) nahe beim Klienten. Je nach dem lässt der Therapeut dabei z.Bsp. den Atemrhythmus des Klienten in die musikalische Improvisation einfliessen. Die Vibrationen und Schwingungen können unmittelbar von Körper und Seele erfahren werden und eine Entspannung fördern.

 

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